Offener Brief des Bündnisses „Weder frei.noch wild!“

Sehr geehrte VertreterInnen der Stadt Rostock,

am 24. November 2012 soll die rechtsoffene Band „Frei.Wild“ auf der HanseMesse der Hansestadt Rostock ein Konzert abhalten. Diese Bühne ist in kommunaler Hand und sollte gerade deswegen keiner Band zur Verfügung gestellt werden, die rechtes Gedankengut vermittelt.

Frei.Wild verstehen sich schon immer als unpolitisch. Nur was heißt das für die Band? Der Frontmann der Band, Philipp Burger, war bis vor kurzem Mitglied der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheitlichen“ in Südtirol und saß schließlich für sie sogar im Stadtparlament von Brixen. Burger spielte in seiner Vergangenheit in einer neofaschistischen Band die sich „Kaiserjäger“ schimpfte. Die neonazistische Vergangenheit des Sängers und die Mitgliedschaft bei den „Freiheitlichen“ hätte der Sänger gerne verschwiegen. Er macht es sogar zur „Jugendsünde“. Erst auf Anraten des Bandmanagements trat er aus der Partei aus und verließ auch das Parlament.

Burger hatte eine öffentliche Mitteilung herausgegeben in dem er sagt, dass er aus der Partei ausgetreten sei, da es eine „… Aussprache mit der Crew…“ gegeben habe. Er habe „eingesehen … dass es zwiespältig ist, Parteimitglied zu sein und gleichzeitig Distanz von der gesamten Politik zu nehmen…“. Dieses entspricht aber nicht seine wirklichen politischen Auffassung, denn weiter schrieb er „Ich bin aus der Partei wieder ausgetreten und habe auch das Amt niedergelegt, aber nicht deswegen, weil ich Schuldgefühle habe oder mit dem Parteiprogramm nicht einverstanden wäre, soviel ist sicher…“. Seine Parteimitgliedschaft hatte er auch mit folgendem Zitat gerechtfertigt „Nur weil man Musiker ist, (muss man) nicht jedes Mal und überall tatenlos zusehen… Es kann nicht sein, dass fast jedes Wochenende gewalttätige Übergriffe ausländischer Gangs auf einheimische Jugendliche begangen werden…“.

Wie viele einschlägige Neonazi Bands zieren „Frei.Wilds“ Liedtexte zweideutige Anspielungen und bedienen altbekannte Klischees. So heißt es in einem Liedtext: „All die Verbrechen, all der Schmerz auf dieser Welt wurde euch so oft zuteil, ihr seid arm und meidet Geld. Komisch, dass es euch so gut geht, dass ihr selbst in Reichtum schwebt.“ Nur wer ist gemeint? Im selben Liedtext werden Priester und Journalisten erwähnt, auf diese passt der Textausschnitt allerdings kaum. Viel mehr wird klar, dass hinter dem allgemein gehaltenen Text eine Anspielung auf die Opfer der Shoah zu stecken scheint. Es wird ein antisemitisches Klischee, der ewig-reiche und raffgierige Jude, bedient. Nazis, die es gewohnt sind, ihre politische Überzeugung in der Öffentlichkeit teilweise zu verstecken, achten auf solche subtilen Liedtexte. Genauso singt die Band über völkischen Nationalismus. „…wo wir leben, da wo wir stehen; ist unser Erbe, liegt unser Segen; Heimat heißt Volk, Tradition und Sprache, für uns Minderheiten eine Herzenssache; das, was ich meine…wir sind verpflichtet, dies zu bewahren…; wo soll das hinführen, wie weit mit uns gehen; selbst ein Baum ohne Wurzeln kann nicht bestehen…; Sprache, Brauchtum und Glaube sind Werte der Heimat…; ohne sie gehen wir unter, stirbt unser kleines Volk; Dialekte und Umgangssprache; hielten so lange, so viele Jahre; Bräuche, Geschichten, Kunst und Sagen…“. Hier wird fest gemacht das der Mensch nur eine Volkszugehörigkeit hat, wenn er es auch genetisch in sich hat. Zugehörigkeit wird nicht daran fest gemacht wo man sich wohlfühlt. Man dezimiert alles auf ein Land, eine Religion, Brauchtum und landestypische Werte. Im gleichen Text wird darüber „gejammert“ das „…Kreuze…aus Schulen entfernt (werden), aus Respekt vor den andersgläubigen Kindern…“.

„Frei.Wild“ steht für einen vermeintlich rebellischen, wilden männlichen Lebensstil, in dem der
Stärkere das Recht hat. Patriotismus und Verachtung gegenüber Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, prägen genau wie ein latenter Nationalismus die Liedtexte und den gesamten Habitus der
Band. Die allzu oft rechtsoffene Zuhörerschaft wird es freuen.

Einige Mitglieder von Frei.Wild, vielen Menschen als Nachfolgeband der „Deutschrockgruppe“
Böhse Onkelz bekannt, teilen mit ihren eben genannten Vorbildern eine Gemeinsamkeit:
die Vergangenheit in der rechten Szene. Um ihren kommerziellen Erfolg trotzdem nicht zu
gefährden, greifen sie zur in der Szene nicht unüblichen Taktik, sich lautstark gegen „Nazi-Sein“ zu verwehren, um zugleich rechtsaffine Inhalte ungestört verbreiten zu können.
Die Alben von Frei.Wild findet man im neofaschistischen Versandhaus „Thiazi“ gleichen neben vielen
anderen bekannten Rechtsrockbands, wie z.B. „Störkraft“.

Aber was kann passieren, wenn die Gruppe in Rostock auftritt? Ein Beispiel hat die „Zeit“
veröffentlicht, welche wir hier kurz zitieren wollen: „…Als Ende März in dem kleinen Örtchen
Pahlen in Schleswig-Holstein eine Initiative gegen Rechts vor der Konzerthalle protestierte, flogen Flaschen auf die knapp 50 Jugendlichen. Andere Frei.Wild-Zuschauer riefen »Zick, zack, Zigeunerpack« und einen Klassiker aus der Neonaziszene: »Eine U-Bahn bauen wir, von Pahlen bis nach Auschwitz«. Das indizierte Original, in dem es »von Jerusalem bis nach Auschwitz« heißt, stammt von der Rechtsrockgruppe Kommando Freisler…“

Verschiedene Initiativen dokumentierten bereits Versuche organisierter Nazis auf den Konzerten in „bierseliger“ Feierstimmung neue Kamerad_innen zu rekrutieren. Eine richtige Distanzierung von
solchen „Fans“ hält die „unpolitische“ Band Frei.Wild allerdings nicht für nötig: Frontmann Philipp
Burger ließ verlauten, dass auf den Konzerten seiner Band auch Naziskinheads willkommen seien, „solange sich die Leute benehmen“. Eine mehr als zynisch klingende Aussage, wenn man das
Konzert vom 29.12.2011 in Dresden im Hinterkopf behält, nach welchem eine ursprünglich aus
Kenia stammende Frau von Konzertbesucher_innen in der Nähe der Veranstaltungshalle rassistisch beleidigt, bespuckt und schließlich niedergeschlagen wurde.

Die Musiker „Kraftclub“ und „Casper“ haben sich auf der Echovergabe 2012 mit den Gegnern der Band „Frei.Wild“ mit einem musikalischen Text solidarisiert: „…die Welt wär vielleicht besser, Frei.Wild endlich aufgelöst. Immer noch für Nazis kein GO, Bitte, bitte Gott, gib mir noch mal ein Album von eins zwo! …“

Viele Journalisten die im Bereich der sog. Grauzone recherchieren, sagen, dass Frei.Wild rechtes Gedankengut verbreitet. Zuletzt wurde genau der Fakt von einem Journalisten bei Stern TV wiedergegeben.

Wir fordern, dass die Stadt Rostock entsprechend handelt und die Messehalle nicht für die rechts- offene Band „Frei.Wild“ zur Verfügung stellt und sich so auf die Seite der Neonazigegner stellt. Wir wollen keine Konzerte, auf denen Nazis geduldet und rechtsoffene Inhalte propagiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Vertreter des Bündnisses „Weder frei. noch wild!“

Söhne der »Onkelz«

Die südtiroler Band »Frei.Wild« geht auf Deutschlandtournee

Von Janka Kluge

Fast unbemerkt von der kritischen Öffentlichkeit hat sich die südtiroler Band »Frei.Wild«, die sich selbst als Nachfolger der »Böhsen Onkelz« bezeichnen, in die CD Verkaufshitparade gespielt.

Die »Böhsen Onkelz« waren 1980 als Punkband gegründet worden. Bereits mit ihrer ersten Aufnahme zeigten sie aber dezidiert rechtes Gedankengut. Mit Liedern wie »Tührkän rauhs« (1981) oder »Deutschland den Deutschen« (1983) wurden sie zu einer Kultband der damals aufkommenden Skinheadbewegung.

Das 1984 veröffentlichte Album »Der nette Mann« wurde im September 1986 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften »wegen tendenzieller nationalsozialistischer«, bzw. die »Inhalte des Nationalsozialismus unreflektiert übernehmender« Texte (Wikipedia »Böhse Onkelz«) indiziert. Trotz der Nähe zu Nazistrukturen gelang es der Band immer mehr, auch bei einem eher unpolitischen Publikum Erfolge zu feiern. Als sich die »Onkelz« 2005 auflösten, hatten sie es geschafft, sich in der öffentlichen Wahrnehmung von der Nazi-Band zur geläuterten Hardrock Band zu wandeln. Diese vermeintliche Wandlung haben Antifaschisten immer angezweifelt.

Nach der Auflösung der »Böhsen Onkelz« gründeten sich verschiedene Coverbands, die die Titel der »Onkelz« nachspielten. Neben Bands wir »Kneipenterroristen« oder »Enkelz«, die bis heute in kleinen Clubs auftreten, hat es »Frei.Wild« geschafft an die Erfolge der »Onkelz« anzuknüpfen.

Immer wieder distanzieren sich die Musiker von »Frei.Wild« von offen auftretenden Nazis, welche sie zu den Nazibands rechnen. So heißt es in dem Lied »Land der Vollidioten«: »Das ist das Land der Vollidioten, die denken Heimatliebe ist der Staatsverrat. Wir sind keine Neonazis und keine Anarchisten.« (Aus der CD »Hart am Wind«)

Doch die Nähe zwischen »Frei.Wild« und den Neonazis kommt nicht von ungefähr. Der Sänger Philipp Burger war früher bei der Naziband »Kaiserjäger«. Mit dem Projekt »Frei.Wild« wollte Burger ähnlich wie die »Onkelz« rechtes Gedankengut mit einer Musik verbinden, die von vielen gehört wird. Trotz der Trennung von »Kaiserjäger«, war Burger jahrelang in rechten Organisationen aktiv. Er war Mitglied der rechtspopulistischen Partei »Die Freiheitlichen« und saß für sie sogar im Stadtparlament von Brixen. Erst nachdem das Management der Band Burger aufforderte, sich von der Partei zu distanzieren, trat er aus. Sein politisches Engagement ließ sich nicht länger mit dem Bild der scheinbar unpolitischen Band vereinbaren. Burger verbreitete dann folgende Erklärung:

»Was die Mitgliedschaft bei den Freiheitlichen betrifft: Ich bin aus der Partei wieder ausgetreten und habe auch das Amt niedergelegt, aber nicht deswegen, weil ich Schuldgefühle habe oder mit dem Parteiprogramm nicht einverstanden wäre, soviel ist sicher, sondern weil ich vor allem in der Aussprache mit der Crew, eingesehen habe, dass es zwiespältig ist, Parteimitglied zu sein und gleichzeitig Distanz von der gesamten Politik zu nehmen, da gebe ich euch recht und habe meine Konsequenzen gezogen.« (linksunten.indymedia.org ). Trotz dieser nach außen gezeigten Distanz zu Neonazis sind Lieder von »Frei.Wild« auch später noch auf Samplern von Nazibands aufgetaucht, ohne dass das Management der Band dagegen vorgegangen wäre. Statt nationalistisch bezeichnet sich »Frei.Wild« als südtiroler Patrioten. In dem Lied »Südtirol Heimatland« singen sie: »Südtirol, wir tragen deine Fahne, / denn du bist das schönste Land der Welt, / Südtirol, sind stolze Söhne von Dir, / unser Heimatland, wir geben dich niemehr her. / Südtirol deinen Brüdern entrissen, / schreit es heraus, dass es alle wissen, / Südtirol, du bist noch nicht verlorn, / in der Hölle solln deine Feinde schmorrn.«

Die neurechte Theoriezeitung »Sezession« schrieb im April 2010 über den Spagat von »Frei.Wild«: »Nun gehört es zum Kern der Kennzeichnung von Popmusik, dass sie massenkompatibel zu sein hat, mithin die breite Mittelschicht anspricht. Aufstrebende Projekte stehen so irgendwann vor der Entscheidung, sich entweder zu popularisieren, um weiterwachsen zu können – oder aber weiterhein den kleineren, feineren Kreis zu bedienen.« »Frei.Wild« hat den Weg zum breiten Publikum gefunden. Bei ihrer Tournee Ende des Jahres spielen sie in den größten Hallen Deutschlands.

Dieser Artikel wurde übernommen mit freundlicher Genehmigung der VVN-BdA und erschien erstmals in der Zeitschrift »antifa«, Ausgabe Nov./Dez.2011.

Aufruf: „Weder frei, noch wild!“ – Gegen das „Frei.Wild“ Konzert in Rostock!

Die Südtiroler Band „Frei.Wild“ gibt sich betont unpolitisch, ihre Texte und ihre Aussagen außerhalb der Bühnen sprechen eine andere Sprache.
Mit der „Feinde-deiner-Feinde-Arena Tour“ will „Frei.Wild“ die größten Hallen in der Bundesrepublik füllen, schon jetzt steht ihr gleichnamiges Album auf Platz 2 der deutschen Albumcharts. Auch in Mecklenburg-Vorpommern macht die Gruppe halt. Am 24. November wird die Band voraussichtlich in der Hanse Messehalle Rostocks spielen, die in Städtischer Hand ist. Die Stadt Rostock überlässt also einer besonders in rechtsradikalen Kreisen beliebten Band ihre Halle.

Was macht Frei.Wild so umstritten?
Philipp Burger, Sänger der Band „Frei.Wild“, war bis vor Kurzem Mitglied der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheitlichen“ in Südtirol und saß schließlich für sie sogar im Stadtparlament von Brixen. Erst auf Anraten des Bandmanagements trat er aus der Partei aus und verließ auch das Parlament. Burger verbreitete anschließend folgende Erklärung:
„Was die Mitgliedschaft bei den Freiheitlichen betrifft: Ich bin aus der Partei wieder ausgetreten und habe auch das Amt niedergelegt, aber nicht deswegen, weil ich Schuldgefühle habe oder mit dem Parteiprogramm nicht einverstanden wäre, soviel ist sicher, sondern weil ich vor allem in der Aussprache mit der Crew, eingesehen habe, dass es zwiespältig ist, Parteimitglied zu sein und gleichzeitig Distanz von der gesamten Politik zu nehmen, da gebe ich euch recht und habe meine Konsequenzen gezogen.“
Der Sänger einer selbst erklärten „unpolitischen“ Musikgruppe ist nicht aus inhaltlichen Gründen aus seiner rechtspopulistischen Partei ausgetreten, sondern aus der Vermarktungslogik seiner Musik heraus.

„Klare Worte“ von Burger?
In einem kürzlich veröffentlichten Video distanziert Philipp Burger sich offiziell von Nazis. Doch wie glaubwürdig sind die Worte Burgers schon, wenn er nicht aus „inhaltlichen Gründen“ bei den „Freiheitlichen“ ausgetreten ist? Darüber hinaus dürfte eine möglichst reibungslose Tour, ohne Proteste, nur positiv für ihn und seine Gruppe sein. Auf Youtube, wo das Video hochgeladen wurde, versucht die Band in der Kommentarspalte die Liedtexte der Nazi-Band „Kaiserjäger“, bei der Burger ebenfalls Sänger war, zu relativieren.
Wie viele einschlägig bekannte Nazi-Bands, zieren „Frei.Wilds“ Liedtexte jede Menge zweideutige Anspielungen und bedienen altbekannte Klischees. So heißt es in einem Liedtext: „All die Verbrechen, all der Schmerz auf dieser Welt wurde euch so oft zuteil, ihr seid arm und meidet Geld. Komisch, dass es euch so gut geht, dass ihr selbst in Reichtum schwebt.“
Wer ist gemeint? Zwar werden im selben Liedtext Priester und Journalisten erwähnt, auf diese passen der Textausschnitt allerdings kaum. Vielmehr scheint hinter dem auf den ersten Blick sehr allgemein gehaltenen Text eine Anspielung auf die Opfer der Shoah zu stecken, die von der Bundesrepublik Entschädigungen erhalten bzw. auf diese seit fast 70 Jahren warten. Genauso wird das antisemitischen Klischee der ewig-reichen und raffgierigen Juden gezeichnet. Nazis, die es gewohnt sind, ihre politische Überzeugung in der Öffentlichkeit teilweise zu verstecken, achten auf solche subtilen Liedtexte.

Extremisten-Jäger „Frei.Wild“?
Während der Europameisterschaft 2012 gab Philipp Burger ein Statement zu einem im Internet kursierenden Bild ab, auf dem ein Stumpf einer abgerissenen Auto-Deutschlandfahne zu sehen war, an dem ein Flyer gegen Nationalismus angebracht war. Dabei gab er unter anderem von sich:
„Meiner Meinung nach langt es auch irgendwann mit dieser ewigen ,Selbstscham‘ und diesem niemals enden wollenden ,Selbsthass‘ jedes deutsch sprechenden Bürgers. […] Auch macht man Vergangenes nicht ungeschehen, indem man schon seit Jahrzehnten davon finanziell Profitierende, lechzend nach einer Daseinsberechtigung für ihr klägliches Dasein, weiter unterstützt und ihre Meinung blind unterstreicht, nur um ja nicht dagegen zu pissen.“ Im Vorletzten Satz seiner Erklärung gibt sich Burger dann auch noch als Extremisten-Jäger zu erkennen: „Zum Foto an sich: Und wieder wurde auf eindrucksvollste Art und Weise eines bewiesen: Extremisten sind Scheisse, egal woher sie kommen!“.
Die Extremismustheorie wird hauptsächlich von Konservativen und Erzkonservativen verbreitet und dient nicht selten dem Zweck, antifaschistisches Engagement gegen zum Beispiel Naziaufmärsche, zu delegitimieren. Sie dient nicht dem Zweck wahre oder vermeintliche Gegner_Innen der Demokratie zu lokalisieren, sondern linke Ideen und linke Politik anzugreifen. Kaum verhohlen zur Schau gestellte antisemitische Liedtexte machen im Falle „Frei.Wilds“ deutlich, wo diese Band politisch steht. Die Verbreitung der Extremismustheorie unterstreicht dies noch einmal.

Weder frei, noch wild!
„Frei.wild“ steht für einen vermeintlich rebellischen, wilden männlichen Lebensstil, in dem der Stärkere das Recht hat. Patriotismus und Verachtung gegenüber Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, prägen genau wie ein latenter Nationalismus die Liedtexte und den gesamten Habitus der Band. Die allzu oft rechtsoffene Zuhörerschaft wird es freuen.




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